Effektives und wirtschaftliches Recycling - Teil 3


Wenn aus Kalorien Energie wird

Aus Abfall lässt sich durch Verbrennung Energie gewinnen: Kalorien kennen wir alle aus dem täglichen Leben. Spätestens beim Versuch einer Diät hat jeder schon einmal auf der Produktverpackung nach den Kalorien der Lieblingsschokolade geschaut. Doch was hat das Ganze mit Abfallverwertung zu tun?

Kalorien bezeichnen den Energiegehalt eines Produktes. Das ist nicht nur bei Lebensmitteln so, sondern auch bei Abfällen und Brennstoffen. Dort werden die Kalorien nicht mehr in der kleinen Nahrungsmitteleinheit Kilo-Kalorien (kcal) angegeben, sondern in Kilo-Joule (kJ) oder sogar Mega-Joule (MJ). Besonders effizient ist beispielsweise extra leichtes Heizöl. Mit rund 42.900 kJ/kg ist es einer der Spitzenreiter in Sachen Energie. Übertroffen wird Heizöl nur noch von Erdgas mit rund 50.000 kJ/kg. Dies sind wohl zusammen mit Kohle und Holz die bekanntesten Brennstoffe aus denen Energie gewonnen werden kann.

Dann gibt es aber noch die sogenannten Ersatzbrennstoffe. Diese werden aus Abfallströmen abgetrennt. Es sind Stoffe, die nicht recyclebar sind, aber aus denen dennoch durch Verbrennung Energie gewonnen werden kann. Sie können somit thermisch verwertet werden. Auch bei Kunden der Bellersheim Abfallwirtschaft in Boden fallen solche Stoffe oder Restprodukte an.

„Altreifen, Restmüll, belasteter Klärschlamm oder gefährliche Abfälle gehören nicht auf die Deponie. Wir können sie allerdings auch nicht immer einem weiteren Recyclingprozess bzw. der stofflichen Verwertung zuführen, die ja vom Gesetz grundsätzlich bevorzugt wird. Aber als Ersatzbrennstoff sind sie für die Industrie (Heizkraftwerke, Zementwerke o. ä.) nutzbar und werden somit wieder zum Handelsgut, das einem neuen Zweck zugeführt werden kann“, erklärt Ulf Bellersheim, Geschäftsführer der Bellersheim Abfallwirtschaft in Boden. Auch diese Art von Verwertung trägt dazu bei, dass die Menge an Abfall, die tatsächlich auf einer Deponie beseitigt werden muss, klein bleibt.

Das ist gleich doppelt gut für die Umwelt. Weniger Abfall, und weniger natürliche Ressourcen auf die die Industrie zurückgreifen muss.

"Der Umweltgedanke spielt bei uns immer eine große Rolle. Wir sind stolz darauf, dass wir immer größere Anteile des anfallenden Abfalls verwerten können", betont Ulf Bellersheim.

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