MWV-Bilanz 2015: Mineralölabsatz leicht gesunken


"Wir arbeiten kundenorientiert."

Der Mineralölwirtschaftsverband e.V. hat im letzten Dezember Bilanz gezogen und die aktuellen Ölpreise analysiert. Fazit: Weiter geht der Abwärtstrend!

Benzin, Diesel und Heizöl sind so preisgünstig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Autofahrer und Heizölkunden dürfen sich weiterhin über rekordverdächtige Niedrigpreise freuen und den einen oder anderen Euro einsparen.

Seit über 60 Jahren steht BELLERSHEIM für qualitativ hochwertige Mineralölprodukte und gehört mittlerweile zu den Experten der Branche. Nun möchten wir unsere Expertise gerne mit unseren Kunden teilen. Denn hinter den Preisen an Zapfsäule und Co. stehen globale Verflechtungen, die oft nicht auf den ersten Blick zu durchschauen sind. Wir sind der kompetente Partner an Ihrer Seite und versorgen Sie mit Heizöl sowie Schmierstoffen. Dabei steht der Servicegedanke immer an erster Stelle. Genau deshalb möchten wir Sie mitnehmen auf eine spannende Reise in die Welt des Mineralöls und Ihnen aufzeigen, wie sich die Entwicklungen in den erdölfördernden Ländern auf dem Weltmarkt widerspiegeln und auch die Preisentwicklung in Europa beeinflussen. So bekommen Sie einen globalen Überblick und können die aktuelle Lage optimal einschätzen.

Hohe Entlastungen für Autofahrer und Heizölkunden
Berlin, 30. Dezember 2015 – Benzin, Diesel und Heizöl sind so preisgünstig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr ist Benzin 2015 mit durchschnittlich 1,36 Euro je Liter knapp 12 Cent und Diesel mit 1,16 Euro rund 18 Cent günstiger. Aktuell liegt der Benzin-preis (E10) mit 1,24 Euro je Liter im Bundesdurchschnitt auf dem Niveau von April 2009, der Dieselpreis mit gut 1 Euro auf einem Stand wie zuletzt im März 2005. Die Heizölpreise liegen mit 46 Cent je Liter zu Jahresende auf dem Stand vom März 2009.

Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das für Autofahrer und Heizölkunden eine Entlastung von 13,5 Milliarden Euro. MWV-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen: „Das ist eine gute Nach-richt für Unternehmen und Verbraucher. Die Ersparnis ist auch ein echtes Konjunkturpro-gramm für unsere Volkswirtschaft.“

Ölpreis deutlich gefallen
Auslöser der Preisrückgänge ist die gute Versorgungslage auf dem Weltölmarkt bei verhaltener globaler Konjunktur. Die größten Förder-länder Russland, Saudi-Arabien und USA produzieren Rohöl nahe Rekordniveau, auch die Nordsee-Förderung bleibt ein wichtiger Versorgungsfaktor. Der Ölpreis (Sorte Brent) fiel von durchschnittlich 100 Dollar 2014 auf knapp 54 Dollar je Barrel (159 Liter) in diesem Jahr, zu Jahresende auf unter 40 Dollar und damit einen Stand wie zuletzt 2004.

Gedämpft wurde der Rückgang der Ölpreisnotierungen im Euroraum durch die Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar – der Rohstoff-Leitwährung, in der Rohöl eingekauft wird. War ein Euro 2014 durchschnittlich 1,32 Dollar wert, so ist es in diesem Jahr nur noch 1,11 Dollar.

Tankstellenpreise richten sich strikt nach Einkaufspreisen
Küchen warnte in diesem Zusammenhang vor einem Missverständnis: „Der Tankstellenpreis kann prozentual nicht so schnell sinken wie der Ölpreis, weil auf den Kraftstoffpreisen stets die Mineralöl- und Mehrwertsteuer lastet. Und die ist ja unverändert hoch geblieben. In diesem Jahr macht die Steuer durchschnittlich 87 Cent je Liter bei Benzin und 65 Cent bei Diesel aus.“ Zum zweiten sei der Einkaufspreis für Benzin und Diesel entscheidend für den Tankstellenpreis; Rohöl und die Mineralölprodukte wie Benzin werden auf getrennten Märkten gehandelt. „Im Wettbewerb haben die Tankstellen die gesunkenen Einkaufspreise ohne Verzögerung an die Kunden weitergegeben. Die harte Konkurrenz ist auch der Grund, warum die Mineralölgesellschaften im Jahresdurchschnitt nur rund einen Cent Gewinn je verkauftem Liter Kraftstoff erzielen.“

Absatz an Mineralölprodukten ist leicht rückläufig
Die immer höhere Effizienz beim Einsatz von Mineralölprodukten in Deutschland zeigt sich in der Jahresbilanz. Küchen: „Bei Benzin und Heizöl machen sich immer effizientere Neufahrzeuge und Ölheizungen im Markt bemerkbar. Gleichzeitig sorgt die gute Konjunktur für ein kleines Plus beim Dieselabsatz. Rekordbeschäftigung und Wirtschaftswachstum bedeuten auch mehr Berufsverkehr und Transporte.“ Der Gesamtabsatz an Mineralölprodukten ist wie schon in den Vorjahren leicht rückläufig, er sinkt von rund 103 auf 102 Millionen Tonnen. Dazu zählen neben Benzin, Diesel und Heizöl auch Kerosin, Chemievorprodukte und Schmierstoffe.

Der Biokraftstoffeinsatz war in den ersten zehn Monaten 2015 mit rund 2,8 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr konstant. „Die Mineralölwirtschaft erfüllt damit zuverlässig die Anfang 2015 eingeführte, ambitionierte Treibhausgas-Minderungsquote im Verkehr von 3,5 Pro-zent“, so Küchen.

Mineralölsteuereinnahmen sind Stabilitätsfaktor für Bundeshaushalt
Mit voraussichtlich knapp 40 Milliarden Euro bleibt die Mineralölsteuer auch in diesem Jahr die größte Verbrauchssteuer des Bundes. Aus der Mehrwertsteuer auf Benzin, Diesel und Heizöl kommen noch einmal 19 Milliarden Euro hinzu. Durch das Plus beim Dieselabsatz kann der Fiskus trotz des Preisrückgangs für dieses Jahr mit einem Mineralöl-Steuerplus von 40 Millionen Euro rechnen.

Küchen: „Der Verkauf von Mineralölprodukten stellt eine wichtige und über die vergangenen Jahre sichere Säule des Bundeshaushalts dar.“ Sein Fazit für das Jahr 2015: „Erneuerbare Energien halten auch im Verkehr zunehmend Einzug, etwa über Hybridfahrzeuge mit Benzin- und Elektromotor. Benzin, Diesel und Heizöl bleiben aber für Mobilität und Wärme aufgrund ihrer Verlässlichkeit, ihrer Verfügbarkeit rund um die Uhr und ihrer Bezahlbarkeit für die breite Bevölkerung auf lange Sicht unverzichtbar. Die gute Nachricht für Verbraucher: Die Ölreserven reichen noch für sehr lange Zeit, ein Ende des Ölzeitalters ist nicht in Sicht.“

Quelle: MWV Presseinformation: MWV-Bilanz 2015: Mineralölabsatz leicht gesunken

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