GTL bietet Potential, die lokale Luftqualität zu verbessern


GTL bietet Potential, die lokale Luftqualität zu verbessern

In Deutschland wird über Fahrverbote für Dieselfahrzeuge diskutiert. Dabei gibt es bereits eine saubere Alternative zum Diesel: Gas-to-liquids-Kraftstoff von Shell.

Gas-to-liquids-Kraftstoff (kurz: GTL) ist ein synthetischer Kraftstoff auf Erdgasbasis. Das zur Produktion notwendige Verfahren entwickelten die beiden deutschen Chemiker Franz Fischer und Hans Tropsch bereits in den 1920er Jahren. Heute ist es als Fischer-Tropsch-Verfahren weltweit bekannt.

Die Shell beschäftigt sich seit den 1970er Jahren mit der Produktion von GTL. Seitdem hat das Mineralölunternehmen den Herstellungsprozess ständig weiterentwickelt und verfeinert.

Warum GTL bei der Suche nach sauberen Kraftstoffalternativen so wenig Aufmerksamkeit in der energiepolitischen Diskussion bekommt, fragten sich auch die Kraftstoffexperten bei Bellersheim. Um das Thema GTL prominenter zu platzieren, hatte Bellersheim unter anderem den energiepolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion von Rheinland-Pfalz, Michael Wäschenbach, nach Neitersen eingeladen.

„Die Politiker waren überrascht, dass es so eine Zwischenlösung überhaupt gibt“, berichtet Mario Weller, Kraftstoffexperte bei Bellersheim, von dem Treffen. „Bei der Suche nach alternativen Kraftstoffen steht am Ende der Diskussion immer der Elektroantrieb als absoluter Heilsbringer. Die bereits verfügbaren Möglichkeiten wie eben beispielsweise GTL werden komplett ignoriert“, ärgert sich Mario Weller über eine zu eindimensionale Sichtweise der Politik.

Bellersheim engagiert sich bereits seit längerem für GTL als Kraftstofflösung für bestimmte Bereiche. Vor allem Nutzfahrzeuge oder der öffentliche Nahverkehr verschmutzen die Luft in den Städten mit Dieselabgasen. „GTL ist wasserklar und stinkt nicht“, erklärt Mario Weller. „Und jeder Dieselmotor verträgt GTL. Lkw oder Busse müssten also nicht aufwendig umgerüstet werden, sondern Spediteure wechseln einfach von Diesel auf GTL“, bringt Mario Weller die offensichtlichen Vorteile für Unternehmen mit einem großen Fahrzeugpark auf den Punkt.

Durch das Tanken von GTL reduziert sich laut Shell der lokale Feinstaubausstoß um bis zu 30 Prozent. „Gerade für städtische Müllabfuhren oder für die Schifffahrt ist GTL eine attraktive Alternative. Die Rußfahnen aus dem Auspuff der Moselschiffe beispielsweise gehörten der Vergangenheit an“, nennt Mario Weller weitere Vorzüge.

Für interessierte Fuhrparkbetreiber liegt die nächstgelegene GTL-Produktionsstätte im niederländischen Arnheim. „Von dort können wir die Kunden ohne Probleme mit GTL beliefern“, wirbt Mario Weller für die saubere Dieselalternative.

Gleichzeitig hofft Bellersheim, dass die Ergebnisse der Gespräche mit den Landespolitikern bei anstehenden Fraktionssitzungen in Berlin auf fruchtbaren Boden fallen. „Wir sind ein modernes und umweltbewusstes Unternehmen und machen unseren Kunden mit GTL ein im wahrsten Sinne des Wortes sauberes Angebot“, unterstreicht Mario Weller noch einmal die Vorreiterrolle von Bellersheim in Sachen Klimaschutz.

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