Familie sammelt und fährt Spenden ins Hochwassergebiet


Familie sammelt und fährt Spenden ins Hochwassergebiet 

Von unserem Mitarbeiter Heinz-Günter Augst

Rott. Direkter kann Hilfe nicht sein. Mit einem 7,5-Tonnen-Lastkraftwagen und einem 3,5-Tonnen-Kleintransporter haben Daniela und Sven Schmidt-Sucrow aus Rott am Wochenende Hilfsgüter für die Hochwasseropfer im Großraum Magdeburg nach Genthin ins Jerichower Land gebracht.

Mit einem Handzettel und einem Aufruf in der Rhein-Zeitung hatte die junge Frau aus Rott die Menschen gebeten, Hilfsgüter für die dortigen Opfer zu spenden und zu ihr nach Rott zu bringen. Dieser Aufruf führte zu einem unerwartet großen Echo. Mehr als 80 Einzelpersonen und Familien aus den Verbandsgemeinden Flammersfeld, Altenkirchen und Neuwied sowie die evangelische Kirchengemeinde Flammersfeld spendeten Möbel, Handtücher, Bettwäsche, Kleidung, Haushaltswaren, Geschirr, Bestecke, Baby- und Kindersachen sowie Spielzeug und Weiteres für den täglichen Gebrauch.

Schnell glich die Wohnung der Familie einem großen Lager. Da der Platz in dem Haus nicht ausreichte, stellten die Nachbarn Simone und Dirk Fischer, die Daniela Schmidt-Sucrow und ihre Familie bei der Organisation sowie beim Beladen der Fahrzeuge behilflich waren, weitere Unterstellmöglichkeiten bereit. Am Samstagmorgen fuhr die Rotter Familie dann nach Genthin. Dort wurden sie am späten Nachmittag von der örtlichen Diakonie, die mit weiteren Organisationen für die Hilfe im Jerichower Land zuständig ist, bereits erwartet.

Ein großer Dank der Rotter Familie geht an alle Spender. Den Lkw stellte die Firma Dirk Molly kostenlos bereit. Den Treibstoff finanzierte die Firma Bellersheim, und den Fiat Transporter stellte die Firma HF Auto kostenlos zur Verfügung. Falls nötig, plant Daniela Schmidt-Sucrow im Juli einen weiteren Hilfstransport.

RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Montag, 17. Juni 2013, Seite 20

 

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