Projekt: Zeitung lesen macht Azubis fit


Ein Mehr an Wissen schadet nicht

Bellersheim Unternehmensgruppe Teilnahme der Azubis an ZeiLe selbstverständlich

Von unserer Mitarbeiterin Silvia Patt

Neitersen. Sozusagen Gründungsmitglied des Projekts „Zeitung lesen macht Azubis fit“ ist die Bellersheim Unternehmensgruppe aus Neitersen. Seit es „ZeiLe“ gibt, wird für alle Lehrlinge die RZ abonniert. Und das nicht nur, wie üblich, für ein Jahr, sondern bis zum Ende der Ausbildung. Indirekt ist sogar der ganze Betrieb beteiligt: „Nachdem ein Quiz ausgewertet ist, drucken wir die Fragen aus und legen sie aus – da hat sich schon fast jeder Mitarbeiter versucht“, berichtet Ausbilder Marcus Marx.

Wie sein Kollege Uwe Seifen ist er von der Wirksamkeit des ZeiLe-Projekts überzeugt. Denn es dient natürlich nicht der Unterhaltung der Mitarbeiter, sondern soll bei den Azubis eine bessere Allgemeinbildung, Ausdrucksfähigkeit und Rechtschreibung bewirken.

Bellersheim beschäftigt sich mit den Bereichen Güterverkehr und Abfallwirtschaft, betreibt Tankstellen und handelt mit Mineralölen. Ausgebildet wird fast ausschließlich für den eigenen Bedarf. Was Uwe Seifen manchmal unter der Überschrift „Bewerbung“ auf den Tisch flattert, hat ihn in der Auffassung bestätigt, dass ein Mehr an Wissen nicht schaden kann. „Dass man bei sehr vielen Themen mitreden kann, ist heute immens wichtig“, nennt er einen weiteren Vorteil der Zeitungslektüre.

Florian Schneider (18) aus Wölmersen liest jetzt im zweiten Jahr die Rhein-Zeitung. Der angehende Groß- und Einzelhandelskaufmann bestätigt, dass er jetzt mehr zu Gesprächen über aktuelle oder politische Themen beitragen kann als zuvor. Vor allem Regionales und Sport interessieren ihn heute.

Dustin Bastke (20), der Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistungen lernt, fühlt sich besonders von den „großen“ Themen angesprochen, also dem Weltgeschehen, das auch in der „Tagesschau“ oder in „heute“ vorkommt. Zur schnellen Information läuft ein Nachrichtenticker auf seinem Smartphone. Hintergrundwissen holt er sich dann aus der Zeitung.

Ihre Ausbilder würden sich wünschen, dass die jungen Leute, um ihr Wissen aktuell zu halten und zu erweitern, auch nach der Ausbildung bei der Tageszeitung bleiben.

RZ Altenkirchen, Betzdorf vom Samstag, 20. Juli 2013, Seite 37

 

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