NEUE PARTNERSCHAFT MIT CHINA


BBS Westerburg kooperiert mit Schule in Dezhou – Delegation zu Besuch – Unternehmen vorgestellt.

Die Berufsbildende Schule Westerburg will ihren Schülern und Auszubildenden in Zeiten zunehmender Globalisierung auch möglichst viele Chancen auf internationaler Ebene bieten. Eine Möglichkeit ist da ein mehrmonatiges Praktikum im europäischen Ausland.

Mit einem gegenseitigen Besuch haben die Berufsbildende Schule (BBS) Westerburg und ihr Gegenstück im chinesischen Dezhou eine Partnerschaft begründet. Schon im Januar hatte eine sechsköpfige Delegation der BBS Dezhou besucht. Jetzt waren fünf Gäste aus China im Westerwald.

Sie lernten nicht nur die Schule kennen, sondern auch viele Westerwälder Unternehmen und die nähere Umgebung. Die Gäste sind alle im Bereich Bildung und Ausbildung tätig und sehr an einem Praktikantenaustausch beziehungsweise Studium für ihre Schüler interessiert. Zur Delegation gehörten Schulleiterin Li, die Direktorin der internationalen Abteilung Sun, die Dolmetscherin (und Tochter von Frau Li) Dongdong, der Direktor des Büros der Schule, Wang, und der Direktor der Erwachsenenbildung Huang.

Umfangreiches Programm

Ihr viertägiges Besichtigungsprogramm war vollgepackt mit interessanten Terminen: Nach einer Besichtigung der BBS Westerburg besuchten sie das Kloster Marienstatt und lernten die Westerwald-Brauerei in Hachenburg kennen. Am zweiten Tag wurde der Kontakt in der Schule intensiviert, bis dann die Unternehmen EWM Hightec Welding in Mündersbach (die WZ berichtete), Bellersheim in Boden und Birkenhof in Nistertal besucht wurden.

Der nächste Morgen stand dann ganz im Zeichen der Fuchskaute, wo die Chinesen auch wohnten. Bei der Firma Fuhrländer informierten sich die Gäste über moderne Windkraftanlagen. Anschließend begann eine zweitägige Tour durch die Region: Limburg, Braunfels, Weilburg, Koblenz, die Loreley und Montabaur waren die Ziele. Die letzte Nacht verbrachten die Besucher auf Schloss Montabaur, bevor sie nach China zurückflogen.

Die Gäste aus Asien waren von der Region Westerwald genauso beeindruckt wie die Westerwälder von der Entwicklung der Fünf-Millionen-Stadt Dezhou. Mit dem neuen Dezhou entsteht eine Stadt, die fast gänzlich mit regenerativer Energie versorgt wird. Jedes Haus in der neuen Stadt und etwa 90 Prozent der Immobilien in der Altstadt verfügen über eine Solarheizung.

Solarenergie bedeutend

Solarenergie ist dort ein so wichtiger Bestandteil des Lebens geworden, dass mittlerweile sogar ein Industrie-Design entwickelt wurde, wie Solartechnologie ästhetischer in ein Gebäude eingebunden werden kann. Dezhou ist außerdem die Stadt, in der die Firma Himin Solar Energy Group, Chinas größter Hersteller von Dachsolaranlagen, beheimatet ist. Mehr als 800 000 Menschen arbeiten in der Stadt in der Solarmodul-Industrie. Schon im nächsten Jahr im Mai wird eine Schülergruppe aus Westerburg mit einem Besuch in China die Partnerschaft fortsetzen.

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Ulf Bellersheim (links) demonstrierte in der Bodener Vergärungsanlage von
Bellersheim-Abfallwirtschaft den Gästen aus China und Schulleiter Joachim
Dell, wie aus Bioabfall Gas und Bio-Stab-Erde wird. M Foto: Markus Müller

Westerwälder Zeitung vom Samstag, 4. September 2010, Seite 22

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